Gebucht hatten wir bereits im Juli 2013. So ab September 2014 fingen wir langsam an, und Gedanken darüber zu machen, was alles an Reisevorbereitungen zu treffen ist.

Neue Technik fürs Bloggen

Da ich wieder einen Reise-Blog machen wollte, entschied ich mich mir eine eigene Internetadresse zuzulegen und die bei einem Provider "hosten" zu lassen. Die bisherigen Blogs hatte ich über den kostenlosen Dienst vom WORDPRESS erstellt. Diese Lösung hatte aber den Nachteil, dass man nicht alles auf dem Laptop vorbereiten konnte und deshalb bei den Landgängen, wenn man Internetzugriff hatte, beim Einstellen der neuen Beiträge, Berichte und Fotos noch viel "Handarbeit" verrichten musste, bis Text und Bilder halbwegs vernünftig im Netz standen. Außerdem ist der zur Verfügung gestellte Internet-Baukasten nicht sehr komfortabel und flexibel.

Joomla-ZichenMit nun eigenem Web-Space ist das alles anders. Für die technisch Interessierten, diese Seite wird mit dem System Joomla erstellt und gewartet.

 

Vorteile für die Leser des Blogs

Bei Blogs ist es so üblich, dass auf der Startseite alle Bereichte zu finden waren, wobei der Aktuellste an erster Stelle stand, an zweiter Srelle der vorherige Beitrag usw.
Das hat für den Leser, der den Blog regelmäßig von Anfang an verfolgt hat, den Vorteil, dass das neueste immer gleich oben zu finden ist.
Andereseits hat jemand, der den Blog erst später zu lesen beginnt, das Problem, dass er sich von hinten nach vorn durcharbeiten muss.

Hier ist die Lösung dieses Dilemmas.

Menue chronologisch

Unter diesem Menüpunkt findet man die Berichte in chronologischer Reihenfolge, also genau in der Rreihenfolge, wie die Reise auch verläuft.

Reisekrankenversicherung – nicht ganz einfach

Für so eine lange Reise (96 Tage) greift unsere normale Reisekrankenversicherung nicht mehr. Man ist lediglich 6 Wochen pro Reise, also 42 Tage versichert. Diese Problem kann man auf zwei Arten lösen.

  1. Man fliegt am 42. Tag nach Hause (da sind wir gerade in Chile) und am 43. Tag wieder zurück, dann beginnt rein rechtlich eine neue Reise. Nach kurzer, aber reiflicher Überlegung, nehmen wir Abstand von dieser Lösung.
  2. Man schließt eine Zusatzversicherung ab.

Europa-VersicherungAber viele Versicherungsunternehmen bieten für so lange Reisen gar keine Tarife an. Andere langen preislich ziemlich heftig zu. Erschwerend kommt hinzu, dass wir Beide die 60 überschritten haben, da wird der Zuschlag noch heftiger.
Schließlich wurden wir bei der Europa-Versicherung fündig. Für den 43. – 96. Tag zahlen wir 77,00 € pro Person. Das ist OK.

 

Moderne Wegelagerer in Niederhöchstadt.

"Deutsche Staatsbürger benötigen für diese Reise einen Reisepass, der am Ende der Reise noch mindestens 6 Monate gültig ist."
So ist es laut und deutlich in der Reiseinformation des Reiseveranstalters zu lesen.Passbild-Peter
Der Pass muss mindestens bis 12.10.2015 gültig sein.
Bingo! Peters Pass läuft am 04.10.2015 ab.
Also muss ein Neuer her. Peter findet sogar noch ein Passbild, auf dem er sich recht ähnlich sieht und tappt damit zur Verwaltungsstelle Niederhöchstadt, einer Zweigstelle des Eschborner Rathauses. Das Foto wird strikt weg abgelehnt, es ist nicht biometrisch genug. Also geht’s zum Fotografen. Benötigt wird zwar nur ein Bild, aber unter vier Bildern tut es der Fotograf nicht. Des fertige Bild ist nicht besonders schön, dafür aber sehr biometrisch.
Zurück zum Amt - Pass beantragen – 2 Wochen später ist das Dokument da.
59,00 € knöpft man Peter dafür ab – Protest zwecklos. Der Pass ist doppelt so teuer wie beim letzten Mal, zum Ausgleich wurde dafür die Gültigkeitsdauer fast halbiert. Statt zehn gilt der Pass nur noch sechs Jahre.

01. Reisetag – Dienstag, 6.1.2015 Anreise nach Marseille

Jetzt geht es los. Die Koffer sind gepackt. Das war nicht ganz einfach. Der Reiseveranstalter hatte uns mitgeteilt, dass jeder für den Lufthansaflug nach Marseille 2 Gepäckstücke mitnahmen darf, die zusammen nicht mehr als 30 Kg wiegen dürfen. Das hieß für uns beide also 60 Kilogramm – klingt viel ist aber wenig. Trotz sparsamster Auswahl der Klamotten, Computertechnik, sonstiges wie Fernglas, Duschgel, Zahnpasta und und und und , wogen die Koffer zusammen fast 70 Kilogramm. Egal, dann zahlen wir eben zähneknirschend am Lufthansaschalter „Nachporto“.
Aufstehen war heute um 4 Uhr früh, das Taxi kann fast pünktlich um 6 Uhr und am Lufthansaschalter erfuhren wir, dass jeder 2 Koffer a 23 Kg Freigepäck hat, also zusammen 92 Kilogramm. Ich hätte also durchaus meine Kieselsteinsammlung mitnehmen können oder auch eine Bohrmaschine, Dinge eben, die man auf dem Schiff so braucht.

Statler und Waldorf muppet Show jiStatler und Waldorf muppet Show ji

Lästermäuler

Was hat sich der Reiseveranstalter Phoenix dabei gedacht? Wahrscheinlich gar nichts, aber ich kann meine geneigten Leser schon jetzt darauf vorbereiten, dass in diesem Blog noch der ein oder andere sarkastische Absatz über wunderliche Verhaltensweisen und Entscheidungen der Reiseleitung zu finden sein werden. Dabei werden mir die beiden Lästermäulern Waldorf und Statler aus der Muppetshow als Vorbild dienen. Schimpfen über die Reiseleitung gehört eben zu jeder Reise. Tatsächlich aber machen die Jungs und Mädels von Phoenix einen großartigen Job. Mit einer unendlichen Geduld gehen sie auf jedwede Befindlichkeit des Reisegastes ein

Wir kamen in Marseille mit einer Verspätung von 45 Minuten an und wurden mit dem Bus gleich zum Schiff transportiert. Einchecken, Mittagessen, Kabine beziehen, wobei das Beziehen der Kabine der arbeitsintensivste Teil war. Es ist nur wenig Platz, der Stau- und Schrankraum ist immer zu wenig, aber irgendwie schafft man es immer, sein ganzes Gedöns irgendwo unter zu bringen. Jedenfalls ist das Projekt Kofferpacken, auf dem Schiff Koffer wieder auspacken und Sachen in der Kabine verstauen durchaus mit einem Umzug vergleichbar.

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Die Außendecks achtern

Um 17:30 Uhr mussten wir zur unvermeidlichen Seenotrettungsübung und um 20:00 Uhr legten wir endlich ab – Kurs auf Casablanca in Marokko. Und da war es wieder, dieses unbeschreibliche Gefühl, dass einem auf einem Schiff befällt. Vor uns das offene mehr, hinter uns die Lichter von Marseille, die immer kleiner wurden und Die Spannung, was uns alles auf dieser Reise erwarten wird, die großen Sehenswürdigkeiten, aber auch die kleinen Abenteuer und kleinen touristischen Sehenswürdigkeiten, die einen Staunen lassen oder einfach nur schön sind.

 

02. Reisetag – Mittwoch, 7.1.2015 Auf See

Gestern Abend ging es nach einem kleinen Schlummertrunk in „Harrys Bar“ relativ früh ins Bett. Heute und morgen werden wir den ganzen Tag auf See sein.
Das Tagesprogramm, dass wir jeden Tag in gedruckter Form auf die Kabine bekommen verrät, welche Aktivitäten, Belustigungen und Freizeitmöglichkeiten auf dem Schiff angeboten werden. Die Austernparty auf einem der Außendecks konnte uns nicht locken, da wir keine Austern mögen, frei nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.“ Auch der Vortrag über die Grundlagen der digitalen Fotografie fand ohne mich statt, denn so oder so ähnlich gab es schon etliche Vorträge auf unseren vorherigen Reisen.

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Kaum angekommen, wird einem schon Appetit auf die nächste große Reise gemacht.

 

Interessant hingegen waren die Informationen, dass das Schiff, das 1200 Passagiere aufnehmen kann zurzeit nur 550 Passagiere an Bord hat. Am kommenden Sonntag werden wir auf Teneriffa noch einmal 30 Leute aufnehmen, Nach der Atlantiküberquerung in Recife in Brasilien steigen noch einmal 300 Leute zu, sodass wir mit knapp 900 Passagieren die erste Etappe der Südamerikareise bis nach Buenos Aires durchführen werden. Es ist immer angenehm, wenn ein Schiff nicht vollständig ausgebucht ist.

03. Reisetag – Donnerstag, 8.1.2015 Auf See, Straße von Gibraltar

Wir erhaschen noch weitere Informationen. Zum einen ist Stefanie Hertel an Bord und wird die nächsten Tage für uns Singen.

Zum anderen ist ein Filmteam an Bord um neue Episoden für die Doku-Soap „Verrückt nach Meer“ zu drehen. In der Vergangenheit wurde für diese Serie auf der MS Albatros gedreht, wobei der Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleis und der Kapitän Morton Hansen als Hauptdarsteller fungierten.
Sowohl der Kreuzfahrtdirektor als auch der Kapitän sind von der MS Albatros zur MS Artania gewechselt.

Das Zusammentreffen der drei Fernsehgrößen Stefanie Hertel, Thomas Kleis und Morton Hansen auf diesem unserem Schiff ist also dem Fernsehen geschuldet.

Die gesamten 96 Tage werden Filmteams an Bord sein, um die nächste Staffel von „Verrückt nach Meer“ zu drehen. Die Staffel wird aus sage und schreibe 50 Folgen bestehen, das heißt, die Leute drehen hier an Bord alle 2 Tage eine neue Folge ab.

Statler und Waldorf muppet Show jiDoris hat auch schon einen Dreh mitbekommen. Ein Fan trifft auf Stefanie Hertel und es kommt zu einem spontanen Gespräch von Fan zu Star. Die Spontanität musste allerdings mehrmals geprobt werden, bis es auch wirklich spontan war.

Es lohnt sich eigentlich fast nicht, für 3 Reisetage (Casablanca, Seetag, Teneriffa) einen eigenen Blogeintrag zu spendieren. Heute sind wir in Las Palmas/Gran Canaria, wo ich die Berichte der letzten 3 Tage in Netz schießen kann. Über Las Palmas kann ich natürlich erst heute Abend etwas schreiben und da sind wir schon wieder auf dem offenen Meer Richtung Brasilien. Und so eine Atlantiküberquerung dauert 6 volle Tage. Und vor so einer langen Funkstille wollte ich mich noch mal melden.

Noch 2 kleine Tipps zu Nutzung meiner Homepages.

  1. Wenn man einen Anschubser bekommen möchte, dass es wieder einen neuen Blogeintrag gibt, der kann sich für den Newsletter anmelden und erhält automatisch eine mail, wenn es etwas Neues im Blog gibt.
  2. Es gibt zu jedem Blogeintrag eine zusätzliche Bilderstrecke (quasi eine neue Seiten im Blog-Fotoalbum). Man findet die verschiedenen Seiten im Blog-Album, wenn man den Menüpunkt „Fotoalbum“ anklickt.
    Läßt man sich dort ein Foto anzeigen, lohnt es sich durchaus auch noch ein Stück nach unten zu scrollen, weil dort in dem meisten Fällen noch ein paar erkärende Worte stehen.

04. Reisetag – Freitag, 9.1.2015 Casablanca/Marokko

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Unser Taxi

Wir haben keine vom Schiff organisierte Stadtrundfahrt gebucht, weil, wie in den vergangenen Blogs von 2013 schon oft beklagt, sind diese Rundfahrten im Bus mit den vielen Reisegenossen oft recht nervig.
Deshalb haben wir mit einem Tagesfahrer für eine Stadttour mühsam einen Preis ausgehandelt, wie hier so üblich. Das Ergebnis der Verhandlungen war wahrscheinlich nur suboptimal, von den ursprünglich geforderten Preis von 60 Euro für zwei Stunden, ging der Fahrer auf 40 Euro runter.

 

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"Die" Sehenswürdigkeit! Moschee Hassan II.

Die Tour selbst hatte den selben Charme wie eine mit dem Bus, nämlich einen sehr geringen, aber man fuhr wenigsten an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei, wie Rick’s Café (Nachbau aus dem Film Casablanca mit Humphrey Bogart), dem Diplomatenviertel, Justizpalast, Königspalast, den Boulevard de la Corniche. Fotostopps wurden eingelegt bei der gigantische modernen Moschee Hassan II., an der Strandpromenade und am zentralen Platz Mohammed V. gegenüber der Bustour hatten wir hier zumindest Einfluss auf die Aufenthaltsdauer bei den Sehenswürdigkeiten.
Und wir bekamen hautnah mit, wie man hier Auto und Moped fährt. Wer die stärksten Nerven hat, hat Vorfahrt, der andere bremst oder weicht aus.
Wir ließen uns nicht zum Hafen zurückfahren, sondern entließen unseren Fahrer nach Zahlung unseres Salärs am Platz Mohammed V., nachdem er uns noch verraten hatte, wo sich eine öffentliche Toilette befand. Diese Lokation war die eigentliche Sensation der Stadtrundfahrt. Es ist unbegreiflich, wie man im touristischen und kommerziellen Zentrum so ein, gelinde gesagt gewöhnungsbedürftiges WC betreibt. Zum Glück musste ich nur „klein“.
Nach einigen Suchen fanden wir in der Nähe ein nettes Café mit WLAN, schließlich hatten wir schon drei Tage Internetabstinenz hinter uns. Jetzt stand dem Besuch der Medina mit ihren Souks nichts mehr im Weg. Was mich hier am meisten beeindruckt hat, war nicht das Warenangebot, das ist weitgehend touristisch orientiert, sondern eine Handyfreisprecheinrichtung für kopftuchtragende Frauen. Man klemmt sich das Handy einfach zwischen Ohr und dem darüber liegenden Kopftuch und hat so beide Hände frei.

 

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Lediglich ein Kühlschrankmagnet fand unser Gefallen unter den riesigen Basar-Angeboten.


Gegen 15:00 Uhr waren wir wieder am Schiff. An der gleichen Pier, an der wir lagen, hatte auch ein riesiger Autotransporter der Reederei Grimaldi festgemacht (ja die gehört den Fürstens von Monaco; Zwillinge, Schiffe, was die alles so haben) und es wurden gerade hunderte Pickups verladen. Da mussten wir natürlich erst mal hin und die Verladung beobachten.

Zurück an Bord, wurde gerade die Kaffeestunde eingeläutet. Da wir noch kein Mittagessen zu uns genommen hatten, passte das sehr gut, um uns mit Sandwiches und Apfelkuchen mit Schlagsahne zu stärken. Ansonsten lassen wir in der Regel diesen Teil des Nahrungsaufnahmeangebots des Schiffes weg, denn wenn man alle Möglichkeiten nutzt, kommt man auf bis zu fünf Essensterminen. Wem das nicht reicht, der kann sich noch ganztätig Hamburger und/oder Pizza und/oder Schnitzel bestellen.

Gegen 18:00 Uhr wurde im Foyer des Schiffs von der Reiseleitung ein „orientalischer Basar“ zelebriert. Alle Phoenix-leute waren in orientalische Gewänder und Kaftane etc. gehüllt, aus den Lautsprechern ertönte die entsprechende Musik und es gab süßes Gebäck, ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass die Kuchentafel gerade mal vor einer Stunde erst abgebaut wurde.

Um 20:00 Uhr legten wir ab unter den Trompetenklängen der Auslaufmelodie.
Das nächste Ziel ist Teneriffa, das wir übermorgen erreichen werden.

05. Reisetag – Samstag, 10.1.2015 Seetag

Von heute gibt es nichts Ausgewöhnliches zu berichten.

Stefanie Hertel hatte heute Abend ihren Auftritt. Mir wäre zwar lieber gewesen, Phoenix hätte die Rolling Stones engagiert, aber zumindest reingeschaut in die Show haben wir dann doch.

 

06. Reisetag – Sonntag, 11.1.2015 Santa Cruz/Teneriffa/Spanien

Für den Landgang hatten wir nichts Besonderes geplant, wir wollten uns einfach so treiben lassen.
Für die zwei Kilometer bis zum Ausgang des Hafengeländes stand ein kostenloser Shuttelbus-Service zur Verfügung.
Selbst bei einer so kurzen Fahrt wurde mir wieder klar, warum ich Busausflüge nicht besonders mag. Das Statler und Waldorf muppet Show jigeht beim Einsteigen los. Die Ersten die einsteigen, wählen auch die vorderen Sitzreihen und solange diese Leute umständlich ihren Platz einnehmen, hindern sie die Nachfolger am Einsteigen. Aber zu den hinteren Reihen Durchgehen hätte ja den Nachteil, dass man nicht als Erster wieder aussteigen kann. Diese umständliche Procedere wurde noch getoppt, dass jemand für ein befreundetes Paar, das beim Einstieg nicht unter  den Top Ten war, Platz freihalten wollte, damit man bei der 3-minütigen Fahrt zusammensitzt. Dies führte zu größeren Diskussionen, was den Einstiegsprozess noch mehr verzögerte.
Aber irgendwann waren wir alle im Bus und er fuhr uns zum Hafenausgang und damit waren wir auch schon im Zentrum von Santa Cruz. Da es Sonntagmorgen war, waren die meisten Geschäfte und Restaurants (noch) geschlossen und sonst viel zu sehen gab es auch nicht.
Da entdeckten wir zufällig eine Straßenbahnstation und aus den Reiseinformationen wussten wir, dass es in Santa Cruz die einzige Straßenbahn in Teneriffa gibt. Spontan kauften wir uns jeder ein Ticket (1,35 EUR) und fuhren in ca. 40 Minuten nach La Laguna, deren historische Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde.
Neben dem Weltkulturerbe fanden wir auch eine Kneipe mit kostenlosen WLAN.
Für erneute 1,35 € fuhren wir später zurück. An diesen Preisen sollten sich der RMV und die Deutsche Bahn AG in Deutschland mal ein Beispiel nehmen. Da aber nur am Rande.
Wir fuhren jetzt spaßeshalber bis zur Endstation und das war eine gute Idee, wie es sich beim Ausstieg zeigte. Zum einen standen wir vor dem Opernhaus, das ein wenig  aussieht wie die kleine Schwester des Opernhauses von Sidney. Zum anderen gab es einen Markt, teils mit Flohmarktartikel, teils mit  kommerzielle Waren, mit einer unüberschaubaren Anzahl von Ständen. Der Frankfurter Flohmarkt am Mainufer ist dagegen schon fast provinziell.  

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Auf dem Weg zurück zum Schiff.

Also nahmen wir diese touristische Attraktion auch noch schnell mit, bevor wir zurück zum Schiff kamen.
Inzwischen war es schon nach 15:00 Uhr und wir hatten noch nicht zu Mittag gegessen. Der aufmerksame Leser dieses Blogs weiß jetzt auch schon in etwa, wie die Geschichte weitergeht. Zur Kaffeestunde gab es für wieder ein paar Sandwiches und ein großes Stück Schwarzwälder Kirschtorte.
Der Rest des Tages verlief unspektakulär, also wie im Urlaub.

 

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07. Reisetag – Montag, 11.1.2015 Las Palmas/Gran Canaria/Spanien

Die in der Nacht zurückgelegte Strecke von Teneriffa nach Gran Canaria betrug lediglich 60 Seemeilen, das sind circa 110 Kilometer (1 SM = 1,852 Km).
In Las Palmas erwarteten uns wiederum frühlingshafte Temperaturen. Seit Marseille hatten wir eigentlich nur gutes Wetter.

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Hafenausgang. Im Hintergrund das 60 Meter hohe

Wohn- und Geschäftshaus "Torre Woermann".

Für heute waren unsererseits keine großen Aktivitäten geplant. Zum einen, weil wir Gran Canaria einschließlich Las Palmas schon ganz gut kennen, zum anderen, weil Doris seit gestern an einer Erkältung laboriert. Erkältungen auf einem Schiff sind eigentlich der Normalfall. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einem während der Reise erwischt, ist recht hoch, trotz Desinfizierung der Hände beim Betreten des Schiffs oder innerhalb des Schiffs beim Betreten der öffentlichen Räume.
Der Hafen von Las Palmas liegt direkt am Stadtteil Santa Catalina mit seinem Strand Playa de las Canteras. Dieser Strand war Ziel unseres morgendlichen Spaziergangs. Mit wachem Auge suchten wir dabei natürlich auch wieder nach einem Internetzugang und wurden in einem Café an der Strandpromenade fündig. Das dort zur Verfügung gestellte WLAN-Netz  war allerdings nicht sehr stabil und brach immer wieder zusammen, aber ich habe es doch geschafft, alles was zum Blog gehört hochzuladen.
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher in einen Supermarkt und deckten uns mit 10 Flaschen Mineralwasser a 1,5 Liter (55 Cent/Flasche) ein. Durch die Anwendung des doppelten Dreisatzes habe ich dann ausgerechnet, dass wir pro gekaufter Flasche 4,85 € gegenüber dem Preis auf dem Schiff gespart haben. Ich bin nun überzeugt, dass wir uns dadurch so richtig reich trinken können.


Um 18:00 Uhr legte unser Schiff ab mit Kurs auf Recife/Brasilien. Die 6-tägige Atlantiküberquerung hat begonnen.

 

08. Reisetag – Montag, 12.1.2015 Auf See

Positionsmeldung um 10:00 Uhr: 23° 25′ Nord und 18° 9′ West (= Höhe Westafrika)

Die Seetage an Bord sind vollgepackt mit Unterhaltungs- und Animationsprogrammen, die nur durch Mahlzeiten unterbrochen werden. Da ich bereits in meinem Blog „Mit dem Schiff einmal rund um die Nordhalbkugel“ die Themen mehr als ausführlich behandelt habe, gehe ich hier jetzt nicht mehr im Detail darauf ein.
Von dem breiten Angebot habe ich mir um 15:00 Uhr den Vortrag „Digitalfotografie – Tipps zum Kamerakauf“ angehört. Der Vortrag war wirklich gut gemacht, brachte mir jedoch keine neueren und tiefere Erkenntnisse.

Die See ist nach wie vor sehr ruhig.

09. Reisetag – Mittwoch 14.1.2015 Auf See

Positionsmeldung um 10:00 Uhr: 17° 38′ Nord und 22° 01′ West.

Am späten Nachmittag erreichten wir die Inselgruppe Kap Verden, die wir aber nicht anliefen, sondern steuerbords liegen ließen. Eigentlich schade, aber so war halt der Reiseplan. Vom Schiff aus war wenig zu sehen, da die Sicht trübe war. Der Grund für die schlechte Sicht sei der Sand aus der Sahara, den der Wind über das Meergetrieben hat, so erklärte es der Kapitän über die Bordlautsprecher.
Der Höhepunkt des Abends war das Oktoberfest um 21:00 Uhr in der Kopernikusbar. Die Kopernikusbar ist eines von mehreren Außendecks und hier ging jetzt der Punk ab. Ballermannmusik, Leberkäs‘, Bratwurst, Fleischpflanzerln (Frikadellen) und sonst noch dies und das. Diese Vergnüglichkeit schloss sich fast nahtlos an das Abendessen an. So waren mir zwar von anderen Schiffsreisen Bayerische Frühschoppen bekannt, die sich aber von diesem Oktoberfestabend dadurch unterschieden, dass sich das Mittagessen nahtlos an die Vergnüglichkeit anschloss. Beide Veranstaltungskonzepte beinhalten den einstündigen Ausschank von Freibier. Am heutigen Abend wurde aber noch einer daraufgesetzt. Die Frau des Kapitäns hatte Geburtstag, und nachdem sie von der Phoenix-Reiseleitung ausgiebig gehuldigt wurde, spendierte der Kapitän eine weitere Stunde Freibier.
Leider habe ich von diesem Event keine Fotos gemacht, aber das ist nicht weiter schlimm, weil zwei Filmteams das Geschehen ausführlich dokumentiert haben. Man kann sich das Ganze dann in Ruhe ab Herbst 2015 in der Doku-Soap „Verrückt nach Meer“  anschauen.

10. Reisetag – Donnerstag 15.1.2015 Auf See

Positionsmeldung um 15:00 Uhr: 11° 25′ Nord und 24° 54′ West.

100 2015-01-15 hoe p1000231 20150116 1748250525Am Vormittag um 11:00 Uhr gab es einen maritimen Austern-Frühschoppen. Diese Veranstaltung hatte durchaus ihre Berechtigung, denn neben den Austern gab es weitere fischige Angebote unter anderem Rollmöpse, die nach der gestrigen Freibierorgie durchaus von Nutzen sein konnten.
Die Kellner, die gestern noch in lustigen Lederhosenkostümen steckten, erfreuten den kreuzfahrenden Gast heute in zünftiger seemännischer Kluft.  130 2015-01-15 hoe p1000235 20150116 1115913320140 2015-01-15 hoe p1000238 20150116 1251335802


Anscheinend konnte die Schiffsküche Fisch günstig im Sonderangebot erwerben, denn am Abend stand auf dem hintern Außendeck eine Sushi-Party auf dem Programm. Sushi, das ist meines Wissens gerollter Fisch, also die japanische Variante des deutschen Rollmopses. Es gab Sake und die „Spirit-Band“ spielte Oldies aus den 60ern und 70ern und das recht gekonnt.
Da wir uns immer mehr dem Äquator nähern, lässt sich draußen, bei sehr milden Temperaturen gut feiern. Eine Jacke braucht man nicht mehr.

11. Reisetag – Freitag 16.1.2015 Auf See

Positionsmeldung um 10:00 Uhr: 7° 12′ Nord und 27° 3′ West.

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Zuckersüßes Traumschiff

Die MS Deutschland hat ja als Fernseh-Traumschiff ausgedient. Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass die Reederei Deilmann in Konkurs gegangen ist und das Schiff zurzeit nicht fährt. In diese Bresche  springt jetzt die MS Amadea, ein Schwesterschiff der MS Artania, das auch unter der Phoenix Flagge fährt. Dies wurde als Anlass genommen, am heutigen Nachmittag eine Traumschiff-Kuchen-Party zu veranstalten und da es neben der Traumschiff-Torte Sekt satt umsonst gab, war die Party auch gut besucht.

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Blick von oben auf das feierende Seefahrervolk


Es kann beim geneigten Leser jetzt langsam der Eindruck entstehen, dass eine Atlantiküberquerung nur aus Party-Events besteht.  Das ist sogar teilweise richtig, die Phoenix-Leute sind bemüht, dass keine Langeweile aufkommt und es gibt Animationsprogramme von morgens bis spät abends.

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Auf dem Promenadendeck hat man viel Ruhe

Wir selbst nehmen nur einen Bruchteils dieses Angebots war und gehen auch ab zu mal zu einem Vortrag und kiebitzen natürlich bei den „Highlights“. Aber wir lesen auch viel, nutzen den Fitnessraum machen Spaziergänge über das Promenadendeck (1 Runde = 440 Meter) oder stehen an der Reling und schauen aufs Meer. Das ist, was wir am Kreuzfahren so mögen.
Was wir auch sehr ausgiebig nutzen, ist das Frühstücksbüffet im Lido-Restaurant. Da brauchen wir immer sehr viel Zeit. Z.B. vom Eierkoch individuell zubereitetes Spiegelei  mit Käse und Zwiebeln, dazu Speck und gebratene Bohnen. Im Anschluss frisch zubereitetes Bircher-Müsli und ein paar Scheiben Melone zum Ausklang.
Auch zum Mittag- und Abendessen gehen wir immer ins Lido-Restaurant, denn hier werden die Malzeiten am Selbstbedienungsbüffet angeboten. In den beiden anderen Restaurants wird das Essen klassisch auf Tellern angerichtet serviert. Das Selbstbedienungs-restaurant hat aber keinesfalls den derben Charme einer Kantine, sondern Speise- und Getränkekellner und Köche am Buffet bieten einen ausgezeichnet Service. Selbstverständlich wird nicht mehr gebrauchtes Geschirr von den Kellnern abgeräumt und Getränke werden serviert.
Der allergrößte Vorteil des Buffets ist, dass man sowohl Größe als auch Zusammensetzung der Mahlzeit frei gestaltet.  So nimmt man sich erst mal auf einem kleinen Tellerchen eine „Kostprobe“ und entscheidet dann, ob man dabei bleibt oder sich etwas anderes aussucht oder man kann sich dreimal die Vorspeise holen und geht sofort nahtlos zum Nachtisch über, z.B. von der Eis-Theke, wo einem ein freundlicher Servicemann mit Eis und Sahne versorgt.

 

 

12. Reisetag – Samstag 17.1.2015 Auf See

Positionsmeldung um 10:00 Uhr: 2° 19′ Nord und 29° 30′ West.

Gleich nach dem Frühstück probte die Crew ein “Mann über Bord“-Manöver. Halt, das habe ich jetzt falsch wiedergegeben, das heißt ja jetzt geschlechtsneutral “Person über Bord“-Manöver. So hat man es uns auch am ersten Tag während der Seenotrettungsübung beigebracht. Wenn jemand ins Wasser fällt, muss man: “ Person über Bord“ rufen. Soviel Gender-neutralität und “political correctness“ ist zwar sehr löblich, wurde aber noch am gleichen Abend wieder aufgeweicht, als es als Dessert “Mohr im Hemd“ gab.

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Eine von Neptuns Einseif-Nonnen

Heute Abend werden wir den Äquator überqueren. Aus diesem Anlass wurde bereits um 11:00 Uhr die Äquatortaufe durchgeführt, ein erneuter kostümlastiger Party-Event. Diesmal mussten sich allerdings die Phoenix-Leute verkleiden, als Neptun, dessen Frau Tetis, sein Gefolge bestehend aus Nonnen, Krankenschwestern, einem Quacksalber und weiteren buntschillernden Figuren. Neptun beschimpfte zunächst traditionsgemäß Besatzung und Passagiere, wollte sich aber friedlich zeigen, wenn man sich einem Reinigungsritual unterzöge. Zum Glück ist dieses Ritual nicht obligatorisch, sodass wir uns, wie viele andere auch davor drückten. Aber es gab immer noch genügende Freiwillige, die sich dieser Prozedur unterzogen. Zunächst musste man einen Fisch in der Hand der Neptun-Gattin küssen, dann wurde man von den Nonnen mit buntem klebrigem Schaum eingeseift, dann bekam man vom Quacksalber den Mund mit Hilfe einer großen Spritze mit Wodka den Mund ausgespült und wurde von weiteren Neptun-Gehilfen in den Pool geschubst.
Trotz unsrer Verweigerung des Reinigungsrituals fanden wir am Abend auf unsere Kabine eine bunte Urkunde über die Teilnahme einer erfolgreichen Äquatortaufe.

 

13. Reisetag – Sonntag 18.1.2015 Auf See

Positionsmeldung um 10:00 Uhr: 4° 7′ Süd und 32° 51′ West.

Dass wir uns langsam Land nähern, sieht man daran, dass zunächst vereinzelt und dann immer häufiger Möwen und Fregattvögel gesichtet werden.

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Eiskünstler in Aktion

Heute, am letzten Tag der Atlantiküberquerung, wurden noch einmal alle Register in Sachen Unterhaltungsprogramm gezogen, der FernSeeGarten, in Anlehnung der ZDF-Sendung. Sängerinnen in der Rolle von Helene Fischer und Andrea Berg, kleine Kochshows, Eis- und Gemüseschnitzetr und sonst noch dies und das.

Ab morgen geht der touristische Alltag los, wenn wir in Recife/Brasilien erstmals in Südamerika an Land gehen werden.
 

 

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Peter Hölzer (*23.12.1953) ist der Blogger

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